Respekt und Solidarität im Zeichen der Pandemie

Sehr geehrte Damen * und Herren,

...sind Respekt und Solidarität Tugenden einer, unserer Zivílgesellschaft?

Das Jahr 2020 fand sein Ende - und wird dennoch bis tief in das Jahr 21 nachwirken.

 

Selten zuvor hat ein Ereignis die Menschheit in den letzten Jahrzehnten so global getroffen, so kalt erwischt wie die gegenwärtige Pandemie. Leidgeprüft ob persönlicher Erfahrung an Leib und Seele, bekümmert über Schicksale und Beeinträchtigungen existentieller und sozialer Art in der Familie, im Kreis von Freunden und Bekannten - das Jahr 2020 forderte von vielen unmittelbar Betroffenen bereits seinen Tribut.

 

Aber nicht nur die bereits Betroffenen sind getroffen:

Auch diejenigen, die bisher noch von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, von den sozialen und ökonomischen Auswirkungen verschont blieben, sind betroffen.

Betroffen sind sie, stellt sich für sie die Frage, inwieweit sie sich als an der Gesellschaft teilhabender, verantwortlich handelnder Mensch, als Mitglied unserer Gesellschaft verstehen. Der überwiegende Teil unserer Bevölkerung verfügt wohl über ein derartiges Selbstverständnis, jedoch scheint es, dass so manch Menschlein das pandemische Desaster nicht so recht anficht.

 

Diejenigen, welche sich freisprechen von jedweder Verantwortung für unsere Gesellschaft, in welcher sie selber leben und ihren Nutzen daraus ziehen, müssen sich fragen lassen, ob ihr Handeln ethisch gerechtfertigt ist.

Wohlgemerkt:

Ein jede Person hat das Recht, sich seine eigene Meinung zu bilden. So kann und darf man skeptisch sein, was beschlossene Maßnahmen zum Schutze de Menschen angeht, man darf für sich selber in Anspruch nehmen, sich nicht impfen lassen zu wollen, man darf sogar Zweifel daran haben, dass diese Pandemie tatsächlich zu so fürchterlichen Auswirkungen führt, wie allenthalben die Gazetten und sonstigen Medien anführen - spätestens ein Besuch in den Kliniken wird eines besseren belehren.

Und dennoch stellt sich die Frage, inwieweit man seine eigene, persönliche Sicht der Dinge leben und vorleben darf, führt ein darauf beruhendes, unbedachtes und leichtfertiges Handeln zur Gefährung anderer Menschen.

 

Hier kommt nun der Respekt und daraus folgernd der Solidarität eine besondere Stellung bei, bedeutet Respekt u.a. Rücksichtnahme.

Rücksicht zu nehmen heißt, sich bei seinem eigenen Tun und Lassen stets auch zu vergewissern, dass das eigene Wirken keine negativen Auswirkungen beim Mitmenschen hinterlässt.

Versteht man sich als Teil dieser Gesellschaft, dann muss man erwarten können, dass man sich als Gemeinwesen versteht, also nicht auf Kosten anderer sich selber verwirklicht.

 

Menschen, nunmehr eine andere Sicht als die Mehrheit habend, mögen sich selber begegnen zu reflektieren, inwieweit sie ihr Ding, ihr Freud und Lust auch dann in die Welt tragen, wären davon unsere Mitmenschen betroffen.

Ein verantwortliches Handeln berücksichtigt grundsätzlich, in dieser schwierigen Zeit erst recht, die von der Mehrheit dieser Gesellschaft empirisch belegten und anempfohlenen Maßnahmen zum Schutz unserer Mitbürgerinnen, Mitbürger*.

 

In der konkreten Umsetzung des Alltags bedeutet dies, dass schlicht und ergreifend die AHA-Regeln beachtet und eingehalten werden.

Selbst wenn man persönlich nicht überzeugt ist, selbst wenn man sich unter der Maske beengt fühlt, selbst wenn man den Mindestabstand für unsinnig erachtet - selbst dann bedeutet Respekt und Solidarität sich zum Wohle und zur Sicherheit derjenigen zu bescheiden, für die diese Sicherheit gedacht ist und welche sie begehren - nicht zuletzt durch eindringliche Empfehlungen und Verordnungen von Wissenschaft und Politik legitmiert.

 

Sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse derjenigen Maßnahmen hinwegzusetzen, die unser aller Schutz darstellen, ist - gelinde gesagt - frappierend und es stellt sich die Frage nach den Beweggründen.

Diese reichen von Oberflächlichkeit, Vergesslichkeit bis hin zur Gleichgültigkeit, Uneinsichtigkeit und Ignoranz. Darüber hinaus besonders verwerflich gibt es Gruppierungen, welche aus instrumentalisierend-demagogischen Beweggründen wider besseres Wissen manipulierend unterwegs sind.

Wir alle sollten aus der Geschichte gelernt haben, sich nicht einfach vor irgendeinen Karren spannen zu lassen. Wir alle sollten uns wahrhaftig zunächst selber fragen, welche Werte und Normen uns eigen sind, wie wir unsere Rolle in dieser Gesellschaft verstehen, wie wir Rücksicht und Solidarität leben wollen.

 

Diejenigen, die so lauthals die angebliche Beschränkung der Meinungsfreiheit in unserem Lande beklagen, diejenigen lassen sich anscheinend relativ leicht entmündigen, indem sie nicht selber sich ihrer Werte vergewissern, sondern wie die Lemminge denjenigen hinterherlaufen, deren Motive sehr vordergründig erscheinen - Stimmenfang.

 

Daher bitte ich Sie - verehrte Leserinnen und Leser* - sich ihrer Skepsis gegenüber der einen oder anderen Maßnahme bewusst, dennoch um ein würdigendes Abwägen zum Wohle und zum Schutz aller Menschen - und dies im Zweifel eben vorübergehend zu Lasten des eigenen Egos.

 

Ich bin davon fest überzeugt, dass unser aller persönlicher Beitrag im Sinne des Respekts und der Solidarität mit flankierend dazu beizutragen vermag, die Halbwertzeit dieser existentiell gefährlichen Krise zu reduzieren.

 

In diesem Sinne darf ich bekunden, dass in der Tat Respekt und Solidarität wertige Tugenden der Menschheit sind, welche das, welche unser aller Zusammenleben in Frieden und Harmonie erst möglich machen.

 

Bitte leben Sie Rücksicht und Gemeinsinn - die Menschen werden es Ihnen danken.

 

Bis zum kommenden Beitrag grüßt Sie herzlich

Ihr Michael Roloff

 

P.S. Gern nehme ich Ihre Erfahrungegen, Ihre Sicht und Kritik entgegen. Diese würde ich  - Ihr Einverständnis durch Ihren Beitrag unterstellt - unter dem Vorbehalt der Redlichkeit in mein Kommunikationsforum Kassandra auszugsweise einstellen.

Gern können Sie mir somit schreiben unter:

Kontakt@kassandra-mr.de

 

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